Zukunft Für Alle Schule ohne Abschiebung



Zukunft für Alle am Weltkindertag 

Schule ohne Abschiebung. Die Broschüre

Schule ohne Abschiebung. Die Broschüre

 

Die Broschüre der Kampagne Zukunft für Alle - Schule ohne Abschiebung ist da!
 
 Lest die Hintergründe der Kampagne, wie ihr Kinder und Jugendliche ohne sicheren Aufenthalt unterstützen könnt und an wen ihr euch wenden könnt.
 
 Die Broschüre richtet sich an Schulen, Lehrkräfte und Schüler_innen, kann aber auch von allen anderen genutzt werden, die mit jungen Menschen ohne sicheren Aufenthalt arbeiten oder befreundet sind.
 
 Wir verschicken einzelne Exemplare der Broschüre gerne kostenlos, bei größeren Mengen bitten wir um eine kleine Spende für die Deckung der Portokosten. Ihr könnt die Broschüre per Mail oder Telefon bestellen.

Schulen ohne Abschiebung
Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Bildung. Sie abzuschieben, nimmt ihnen dieses Recht.

„Ich verstehe das gar nicht. Wie kann man einen Menschen abschieben und sagen: Du gehst dann in deine Heimat. Das ist doch gar nicht meine Heimat. Ich meine, ich bin hier in Deutschland geboren. Und dann heißt das doch, dass hier meine Heimat ist.“ Als Anita das sagt, steht sie kurz vor ihrem Schulabschluss – und vor der Abschiebung. Die damals 15-Jährige ist in Göttingen geboren. Ihre Eltern sind 1999 vor dem Kosovokrieg geflohen, und in die Republik Kosovo, ein Staat, der damals noch nicht existierte, soll die Familie nun abgeschoben werden. Anita war noch nie dort, spricht kein albanisch, ist staatenlos. Zuhause ist sie in Göttingen. Weiter lesen im Hinterland-Magazin…
 
Neben dem Artikel im Hinterland-Magazin ist kürzlich auch ein Artikel in der Berliner Bildungszeitschrift über unsere Kampagne Schule ohne Abschiebung erschienen.

 
Zukunft für Alle am Weltkindertag
Am 20. September war Weltkindertag!
Unsere Kampagne Zukunft für Alle – Schule ohne Abschiebung möchte das Recht auf Bildung für alle in Deutschland lebende jungen Menschen umsetzen. Bedingungslos. Daher fand am Weltkindertag eine bundesweite Aktion statt, an der sich Jugendliche in verschiedenen Städten beteiligt haben. 
In den letzten Jahren sind ein paar Fälle von Schüler_innen, die aus der Schule heraus abgeschoben werden sollten/ worden sind, bundesweit durch die Medien gegangen. Viele Kinder und Jugendliche werden abgeschoben, ohne dass darüber berichtet wird, und für viele junge Menschen gehört die Angst vor Abschiebung zum Alltag. Eine Abschiebung bedeutet für viele von ihnen, dass sie danach nie wieder zur Schule gehen können und ihnen damit die Chance auf eine gute Zukunft und ein selbstbestimmtes Leben genommen wird. 
Am Weltkindertag haben wir gemeinsam gezeigt, dass alle Kinder und Jugendliche ein Recht auf Bildung, ein Recht auf Zukunft haben. 

Schulen können bei uns folgende Veranstaltungen buchen:

 

Workshop „Zukunft für Alle“

 

Unser zweistündige Workshop vermittelt durch teilnahmeorientierte Methoden Hintergrundwissen zu Asyl und Bleiberecht. Wir verwenden erprobte Methoden der außerschulischen Bildungsarbeit und schaffen damit Empathie und Verständnis für die Auswirkungen von Diskriminierung und Aufenthaltsstatus auf unsere Chancen im Leben.

 

Der Workshop richtet sich an Jugendliche ab ca. 15 Jahre. Thematisches Vorwissen ist nicht erforderlich.

 

Lesungen mit Luise Rist

 

Luise Rist, Theatermacherin und Autorin zweier Jugendromane, die vom Widerstand gegen Abschiebung erzählen. Lesungen mit anschließender Diskussion:

 

Morgenland. Lesung von Luise Rist mit zwei jugendlichen Lesenden (Peschawa Abdullah und Toni Potraffke) oder mit zwei Schüler_innen aus Ihrer Klasse.

 

Rosenwinkel. Lesung von Luise Rist mit einer jugendlichen Leserin (Anita Osmani) oder mit einer Schülerin aus Ihrer Klasse.

 

Filmvorführung

 

Dokumentarfilm zum Thema Abschiebung von Schüler_innen. Die Veranstaltung dauert incl. Diskussionsrunde 90 min.

 

Anfragen schicken Sie bitte an: mail@schule-ohne-abschiebung.org

Tag der Kinderrechte

 

der internationale Tag der Kinderrechte, denn vor 29 Jahren haben die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention verabschiedet.

Für viele Kinder ist es immer noch ein Privileg zur Schule zu gehen. Auch in Europa.
Viele Roma-Kinder, die hier geboren und hier zur Schule gegangen sind, werden abgeschoben. Ca. 75% von ihnen werden nach der Abschiebung nie wieder zur
Schule gehen. Das hat viele Gründe. Oft können sie die Sprache nicht, weil sie mit Deutsch und Romanes aufgewachsen sind. Wegen des Rassismus von
Mitschüler_innen und Lehrkräften haben viele Eltern Angst, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das vermeintliche Herkunftsland ist ihnen ohnehin fremd und
ihre Hoffnung liegt darin, zurück in ihre Heimat, Deutschland, zu kommen. In den so genannten sicheren Herkunftsländern, wo sie und ihre Eltern massiv
diskriminiert werden, haben sie keine Chance auf eine sichere und selbstbestimmte Zukunft.

Wir haben die Kampagne Zukunft für Alle - Schule ohne Abschiebung gestartet, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken. 
Denn alle Kinder haben ein Recht auf Bildung. Unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Mitmachen

Schüler_innen

Werdet Zukunft für Alle
Aktivist_innen!
Auch ohne die offizielle Unterstützung eurer Schule könnt ihr ihr aktiv werden, die Idee der Kampagne verbreiten und zur Aufklärung über die Folgen von Abschiebungen aus Schulen beitragen. Ihr könnt

Schulen

Werdet Schule ohne Abschiebung! Zukunft für Alle – Schule ohne Abschiebung ist kein Titel, den wir vergeben. Es ist ein Mittel um die Positionierung und das Engagement gegen Abschiebungen aus Schulen nach außen zu tragen. 

Organisationen

Kooperierende Organisationen, Vereine und Initiativen können die Kampagne auf verschiedene Weise unterstützen: Verbreitung der Ziele, Beteiligungsmöglichkeiten und der Angebote der Kampagne ...

Einzelne

Auch Einzelpersonen können uns bei der Kampagne unterstützen. Aufklärung über die Folgen von Abschiebungen an Schulen im eigenen Umfeld hilft uns, breite Unterstützung der Öffentlichkeit zu generieren.